Neurodermitis (juckende Flechte)

Neurodermitis (Endogenes Ekzem, Atopische Dermatitis, Atopisches Ekzem, Neurodermitis constutionales und andere Bezeichnungen)
Der Begriff Neurodermitis wurde von Louis A.J. Brocq (1856 1928) geprägt. Die Neurodermitis ist eine der am meisten verbreiteten Hautkrankheiten. Die typische Neurodermitis ist eine genetische bedingte Veranlagung zur trockenen Haut und zur Ekzembildung mit gleichzeitig vererbter Veranlagung zu eventuellen allergischen Reaktionen (Heuschnupfen, Rhinitis allergica, allergisches Asthma bronchiale)
 

Verschiedene Arten der Neurodermitis

 

Häufigkeit
Etwa 2 bis 5 Prozent der Bevölkerung leidet unter Neurodermitis. Das bedeutet, dass in Deutschland ca. 1,3 bis 3 Millionen Menschen an Neurodermitis leiden.

 

Mögliche Auslöser und negative Faktoren

·         Erkrankungen wie Bronchitis, Windpocken, usw.
 

Herkömmliche Behandlungsmethoden

 

Behandlung der Neurodermitis am Toten Meer

Die schon längst bewährte Klima- bzw. Thalassotherapie wird auch bei der Behandlung von Neurodermitis am Toten Meer durchgeführt. Dabei wurde festgestellt, dass dortiges optimales Zusammenwirken von einzelnen klimatischen Faktoren sehr gute therapeutische Resultate erbringen kann.
Nach der Aufnahme in der Klinik wird der Patient dem Dermatologen und Internisten vorgestellt. Nach der Anamneseerhebung, der Untersuchung, Feststellung der Ausdehnung und Schwere der Erkrankung im Bereich der Haut und der Schleimhäute, sowie  Diagnosestellung, wird ein therapeutischer Plan festgelegt, der in drei oder vier Phasen durchgeführt wird.
Inder 1. Phase steht die Anpassung an das neue Klima, die Umgebung und Essgewohnheiten an erster Stelle.
Die 2. Phase, eigentlich therapeutische Aufbauphase, ist durch  Ausnutzung der natürlichen

Gegebenheiten am Toten Meer charakterisiert.

Die 3. Phase dient der Stabilisierung des Erreichten
Die 4. Phase der Normalisierung und Abhärtung der Haut und Psyche

Anfänglich müssen in der 1. Phase alle negativen (Stress-) Reize aus der Umgebung des Patienten,  da wir mit Neurodermitikern zu tun haben, die, wie das Wort schon sagt, neuro-labil sind, gemieden, bzw. entfernt werden. In dieser therapeutischen Phase werden gerne, neben Ausschalten der äußeren Reize, zur Hautberuhigung, Zinksalben, Feuchtigkeitscremes und Ölbäder (die oft erst getestet sein müssen, durch Halbseiten-Behandlungsversuch, um optimale Verträglichkeit und erfolg zu erreichen), auch innere Reize verringert, z.B. durch Gaben von Antihistamininka. Nach dieser vorübergehenden, im Durchschnitt 1

Woche andauernden, Anfangsphase können wir in der 2. Aufbauphase die vollen optimalen therapeutischen Eigenschaften dieses Klimas zur Wirkung kommen lassen.

Das sind zum Einen  die trockene, warme, allergenlose, mit erhöhtem Anteil an Brom und erhöhter Sauerstoffmenge (bedingt durch den verstärkten O2-Druck) in dieser Gegend, die ca.

400Meter unter dem Meeresspiegel liegt, angereicherte Wüstenluft und zum anderen Sonnenstrahlen, deren Spektrum einen erhöhten Anteil an UVA und proportional weiniger UVB-Strahlen beinhaltet. Durch volle Ausnutzung dieser optimalen Eigenschaften des Klimas in der Aufbauphase kommt es zum schnellen Rückgang der Hautentzündungserscheinungen, Aufhören des Juckreizes, Abheilung der Exkoriationen und Besserung der allgemeinen psychische Lage.

In der 3.Phase werden auch fettere Cremes und/oder Salben benutzt, die Patienten dürfen sich der vollen Sonne , in steigenden Zeitabständen, aussetzen. Es entwickelt sich ein therapeutischer Zyklus: Duschen (um Schweiß zu entfernen und die Haut abzukühlen), Eincremen (um die Haut geschmeidig zu machen), Sonnenexposition (in steigender Zeitspanne) und Wiederholung desselben.

In der 4.Phase, nach Erreichung einer weichen, glatten Haut, ohne Lichenifikationszeichen, werden zu ihrer Abhärtung kurzzeitige Meerbäder versucht, die in den meisten Fällen auch gut vertragen werden. Da die Haut des Neurodermitikers oft einer sehr langen Regenerationsphase bedarf, wird die 4. Phase erst nach einem oder mehreren Aufenthalten am Toten Meer erreicht.

 

Psychogene Unterstützung und Betreuung
Dieses therapeutische Vorgehen wird in Einzelund Selbsthilfegruppengesprächen, durch Anleitung über Verbesserung der Lebensqualität und Unterstützung des Selbstbewusstseins, Umgang mit der eigenen Haut, ihrer Überreaktion und Irritabilität, ihrer Pflege und Beruhigung, sowie Diätanweisungen, unterstützt.

 

Diät
Eine spezielle Diät bei Neurodermitis empfehlen wir nicht. Wir befragen über die bisherigen Esserfahrungen, -unverträglichkeiten, -gewohnheiten und beziehen hierauf die notwendigen Konsequenzen, betreffend der Essenszubereitungen (Gewürze, Fette, Öle) und Auswahl der Kost und Getränke. Die volle Rehabilitation der haut und Psyche versuchen wir auch durch gemeinsame kleine und größere Ausflüge in diesem geschichtlich, religiös und landschaftlich hochinteressanten Land zu fördern und zu erreichen. 

 

Behandlungsdaten

empfohlener Therapiezeitraum:    

empfohlene Dauer:

Ganzjährig

4 - 6 Wochen