Häufigkeit
Etwa 2 bis 5
Prozent der Bevölkerung leidet unter Neurodermitis. Das bedeutet, dass in
Deutschland ca. 1,3 bis 3 Millionen Menschen an Neurodermitis leiden.
Mögliche Auslöser und negative Faktoren
·
Erkrankungen wie Bronchitis, Windpocken, usw.
Herkömmliche Behandlungsmethoden
Behandlung der Neurodermitis am Toten Meer
Die
schon längst bewährte Klima- bzw. Thalassotherapie wird auch bei der
Behandlung von Neurodermitis am Toten Meer durchgeführt. Dabei wurde
festgestellt, dass dortiges optimales Zusammenwirken von einzelnen
klimatischen Faktoren sehr gute therapeutische Resultate erbringen kann.
Nach der Aufnahme in der Klinik wird der Patient dem Dermatologen und
Internisten vorgestellt. Nach der Anamneseerhebung, der Untersuchung,
Feststellung der Ausdehnung und Schwere der Erkrankung im Bereich der Haut
und der Schleimhäute, sowie Diagnosestellung, wird ein therapeutischer Plan
festgelegt, der in drei oder vier Phasen durchgeführt wird.
Inder 1. Phase steht die Anpassung an das neue Klima, die Umgebung und
Essgewohnheiten an erster Stelle.
Die 2. Phase, eigentlich therapeutische Aufbauphase, ist durch Ausnutzung
der natürlichen
Gegebenheiten am Toten Meer charakterisiert.
Die 3.
Phase dient der Stabilisierung des Erreichten
Die 4. Phase der Normalisierung und Abhärtung der Haut und Psyche
Anfänglich müssen in der 1. Phase alle negativen (Stress-) Reize aus der Umgebung des Patienten, da wir mit Neurodermitikern zu tun haben, die, wie das Wort schon sagt, neuro-labil sind, gemieden, bzw. entfernt werden. In dieser therapeutischen Phase werden gerne, neben Ausschalten der äußeren Reize, zur Hautberuhigung, Zinksalben, Feuchtigkeitscremes und Ölbäder (die oft erst getestet sein müssen, durch Halbseiten-Behandlungsversuch, um optimale Verträglichkeit und erfolg zu erreichen), auch innere Reize verringert, z.B. durch Gaben von Antihistamininka. Nach dieser vorübergehenden, im Durchschnitt 1
Woche andauernden, Anfangsphase können wir in der 2. Aufbauphase die vollen optimalen therapeutischen Eigenschaften dieses Klimas zur Wirkung kommen lassen.
Das sind zum Einen die trockene, warme, allergenlose, mit erhöhtem Anteil an Brom und erhöhter Sauerstoffmenge (bedingt durch den verstärkten O2-Druck) in dieser Gegend, die ca.
400Meter unter dem Meeresspiegel liegt, angereicherte Wüstenluft und zum anderen Sonnenstrahlen, deren Spektrum einen erhöhten Anteil an UVA und proportional weiniger UVB-Strahlen beinhaltet. Durch volle Ausnutzung dieser optimalen Eigenschaften des Klimas in der Aufbauphase kommt es zum schnellen Rückgang der Hautentzündungserscheinungen, Aufhören des Juckreizes, Abheilung der Exkoriationen und Besserung der allgemeinen psychische Lage.
In der 3.Phase werden auch fettere Cremes und/oder Salben benutzt, die Patienten dürfen sich der vollen Sonne , in steigenden Zeitabständen, aussetzen. Es entwickelt sich ein therapeutischer Zyklus: Duschen (um Schweiß zu entfernen und die Haut abzukühlen), Eincremen (um die Haut geschmeidig zu machen), Sonnenexposition (in steigender Zeitspanne) und Wiederholung desselben.
In der 4.Phase, nach Erreichung einer weichen, glatten Haut, ohne Lichenifikationszeichen, werden zu ihrer Abhärtung kurzzeitige Meerbäder versucht, die in den meisten Fällen auch gut vertragen werden. Da die Haut des Neurodermitikers oft einer sehr langen Regenerationsphase bedarf, wird die 4. Phase erst nach einem oder mehreren Aufenthalten am Toten Meer erreicht.
Psychogene Unterstützung und Betreuung
Dieses
therapeutische Vorgehen wird in Einzelund Selbsthilfegruppengesprächen,
durch Anleitung über Verbesserung der Lebensqualität und Unterstützung des
Selbstbewusstseins, Umgang mit der eigenen Haut, ihrer Überreaktion und
Irritabilität, ihrer Pflege und Beruhigung, sowie Diätanweisungen,
unterstützt.
Diät
Eine spezielle
Diät bei Neurodermitis empfehlen wir nicht. Wir befragen über die bisherigen
Esserfahrungen, -unverträglichkeiten, -gewohnheiten und beziehen hierauf die
notwendigen Konsequenzen, betreffend der Essenszubereitungen (Gewürze,
Fette, Öle) und Auswahl der Kost und Getränke. Die volle Rehabilitation der
haut und Psyche versuchen wir auch durch gemeinsame kleine und größere
Ausflüge in diesem geschichtlich, religiös und landschaftlich
hochinteressanten Land zu fördern und zu erreichen.
Behandlungsdaten
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empfohlener Therapiezeitraum: |
empfohlene Dauer: |
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Ganzjährig |
4 - 6 Wochen |