Psoriasis (Schuppenflechte)
Der Name "Psoriasis" wird von dem griechischen Wort "PSORA" (kleieförmige Schuppung, Krätze, Rötung) abgeleitet. Die Erkrankung ist seit der Antike bekannt.
Die Psoriasis ist eine genetisch bedingte Störung der Haut.
Verschiedene Arten
der Psoriasis
Psoriasis Vulgaris
ist die meist verbreitete Art der Psoriasis. Im Anfangsstadium erweitern und
füllen sich die Blutgefäße im Bereich des Psoriasis-Herdes. Dann entsteht
ein winziger meist rosa bis roter Fleck oder Papel, auf denen sich
schließlich trockene silbrig-glänzende Schuppen bilden.
Psoriasis pustulosa
sie wird gekennzeichnet durch das Auftreten von roten Pusteln in den
Psoriasis Herden, häufig begrenzt auf Handteller und Fußsohlen.
Psoriasis Erythrodermie
ist eine zusätzliche Entzündung in und zwischen den Psoriasis Herden, bei
der die Herde zusammenfließen und das gesamte Hautorgan befallen.
Psoriasis arthropathica
bei dieser sehr schweren Form der Psoriasis sind die Gelenke betroffen. Im
Verlauf des Krankheitsprozesses kann es zu sehr schweren Verrenkungen
(Subluxationen), Ankylosen) und Deformierungen der Gelenke kommen.
Psoriasis Capitis
ist der Befall der Kopfhaut.
Häufigkeit
Die Psoriasis ist eine der am meisten verbreiteten Hautkrankheiten.
Bei 5 bis 10% (3 bis 6 Millionen Menschen in Deutschland zeigt sich die
Krankheit nur kurzfristig mit einem vorübergehenden Schub. Die Zahl der
chronischen Betroffenen wird auf 2 bis 4% geschätzt. Dies bedeutet, dass in
Deutschland ca. 1,2 bis 2,4 Millionen Menschen chronisch an Psoriasis
leiden.
Mögliche Auslöser und negative Faktoren
· Mechanische Reize
· Intensive
· Bestrahlung
· Infektion
· Zahnwurzelvereiterungen
· Hormonstörungen
· Hormonveränderungen
· Bestimmte Medikamente
· Abruptes Absetzen von Medikamente
· Metallallergie
· Kontakt mit Laugen oder chemischen Substanzen
· Zu hohes Übergewicht
· Zu viel tierisches Eiweiß
· Alkohol
· Psychische, emotionale und physische "Stresssituationen" (negativer Stress)
Herkömmliche
Behandlungsmethoden
Salicylsäure
dient zur Entfernung der Schuppen
Teer
wirkt unter anderem
entzündungshemmend und antiekzematös
Dithranol (Cignolin)
hat einen zyostatischen Effekt
Corticosteroide (Cortison)
PUVA (Blacklight, Photo-Chemotherapie)
UVA-Strahlen allein haben nur geringe antipsoriatische Wirkung. Deshalb die
Haut
durch 8-Methoxy-Psoralen (Meladinine, innerlich oder als Lösung/Salbe)
sensibilisiert
und anschließend mit UVA bestrahlt.
SUP (SET)
ist die Kurzform für die selektive ultraviolette Phototherapie. Es wird
angenommen,
dass die für die Psoriasis wirksame Wellenlänge bei 313mm liegt. Deshalb
wurden
Strahlengeräte entwickelt, die dieses Spektrum aufweisen.
RePUVA oder ReSUP
ist die Kombination mit Retionid-Vitamin-A-Säure-Abkömmlingen, sollte
nur in Notfällen angewandt werden, da dies eine der intensivsten
Behandlungsformen ist.
Balneo-Phototherapie
Diese Therapie wird in deutschen Heilbädern durchgeführt. Hierbei wird
versucht, die natürlichen Faktoren des Toten Meereskünstlich nachzuahmen.
Methrotrexat
ist eine zellteilungshemmende Substanz (Zytostatika)
Imurek
ist ebenfalls eine Zytostatika
Tigason (Retioni)
ist ein Abkömmling der Vitamin-A-Säure und wirkt auf andere Weise als
Methatrexat zellteilungshemmend.
Furmarsäure
Behandlung der Psoriasis am Toten Meer
Bei der Aufnahme in die Klinik des Deutschen Medizinischen Zentrums wird jeder Patient sofort dem Hautarzt und anschließend dem Internisten vorgestellt. Außerdem werden bei der Aufnahme Blutdruck und Gewichtskontrollen durchgeführt, Familien und Gemeinanamnese, bisherige Behandlungen (Art, Ort, Erfolge, Misserfolge) notiert und der Patient ärztlich untersucht.
Darauf
wird das Ausmaß des Hautbefalls ausgerechnet, die Darstellung einer Skizze
der Ausbreitung an der Haut und den Gelenken angefertigt, Diagnose,
Beurteilung und Therapieplan ausgearbeitet.
Dieser beinhaltet Basis-Salben, Öle, Lotionen, Meer und Sonnenexpositionen,
Balneotherpie und ergänzende medikamentöse Therapie. Die Sonnenexposition
wie Bäder im Meer, werden täglich in steigender Verweildauer unternommen.
Damit wird eine langsame, aber stetige Anpassung an die Einwirkungen der
Sonne und des Meeres auf die erkrankte Haut und Gelenke herbeigeführt und
eine optimale Pigmentierung ohne Sonnenbrand erreicht. Wir meinen, dass wir
auch präventiv Hautkrebsvorsorge durchführen.
Man kann im Bereich des Toten Meeres mehrere therapeutische Möglichkeiten
wählen:
Bei der Thalassotherapie werden am Toten Meer folgende Faktoren genutzt:
Behandlungsdaten:
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empfohlener Therapiezeitraum |
empfohlene Dauer |
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Psoriasis Vulgaris |
Februar - November |
4 Wochen |
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Psoriasis pustulosa |
Februar - November |
4 Wochen |
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Psoriasis arthropatica |
April - November |
4 - 6 Wochen |
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Psoriasis Erythrodermie |
Februar - November |
4 - 6 Wochen |