Rheuma (Entzündung der
Gelenke)
Unter dem Oberbegriff Rheuma
sind mehr als 100 verschiedene Krankheitsbilder zusammengefasst, die sich
alle auf die Beeinträchtigung im Bereich von Gliedmaßen und Wirbelsäule
beziehen.
Drei Gruppen sind dabei am häufigsten:
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Arthritis (Gelenksentzündung)
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Arthrose (degenerative Gelenkveränderung)
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Weichteilrheumatismus (Befall von
Muskeln, Bändern, Sehnen und Nerven)
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Sonderform des Rheumatismus Die Gicht
(eine weitverbreitete Stoffwechselerkrankung)
Häufigkeit
Es leiden ca. 30 bis 35
Prozent der Bevölkerung an Rheuma. Dies bedeutet, dass in Deutschland ca. 20
Millionen Menschen an einer rheumatischen Erkrankung leiden. Etwa 2
Millionen Bundesbürger sind ständig von starken Beschwerden betroffen.
Mögliche Auslöser und
negative Faktoren
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Entzündliche Erkrankungen
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Mangelnde Bewegung und falsche
Körperhaltung
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Übergewicht
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Falsche Ernährung
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Witterungseinflüsse
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Negativer Stress
Herkömmliche
Behandlungsmethoden
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Medikamente (Cortison, Goldpräparate,
D-Pencillamin, Zykostatika und andere Antirheumatika)
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Physikalische Therapien und
Wärmebehandlungen
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Kältebehandlungen
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Ernährungsumstellung
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Operative Eingriffe
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Kneipp-Kurorte
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Mineral-Moorbäder
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Radonund Thermalkurorte
Gelenkleiden, die am Toten
Meer mit großem Erfolg behandelt werden:
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Rheumatoide Arthritis
(primär chronische Polyarthritis, PcP)
Dies ist eine entzündliche Gelenkserkrankung. Im allgemeinen tritt sie
an den kleinen Gelenken der Finger und Zehen auf und greift erst im
Spätstadium auf die Großkörpergelenke (Knie, Hüften) über.
Zu Beginn zeigen sich meist an den Fingergelenken schmerzhafte derbe
Verdickungen.
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Arthrosis Derformans
Unter dieser Erkrankung versteht man Verschleiß/Abbau und Degeneration
des Gelenkknorpels mit sekundärer Formenveränderung des Knochens. Im
fortgeschrittenen Stadium entstehen Knochenwucherungen (arthrotische
Randwülste).
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Coxarthrose
Ist eine Krankheit des Hüftgelenks, bedingt durch die Veränderung des
Gelenkknorpels. Unter zunehmenden Schmerzen entwickelt sich eine starke
Beeinträchtigung der Bewegungsfähigkeit in allen Richtungen.
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Periarthritis Humeroscapularis
Die sogenannte schmerzhafte Schultersteife gehört in die Gruppe des
Weichteilrheumatimus. Es handelt sich hierbei um entzündungsähnliche
Veränderungen an den perartikulären Geweben der Schulter.
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Epicondylitis Humeri (Tennisarm)
Hier ist eine ähnliche Problematik wie bei der Schultersteife. Die
Schmerzen treten nicht
durch Überlastung der Ellenbogenmuskulatur, sondern auch durch einseitig
belastende
Bewegungen des Arm auf.
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Gonarthrose (Kniegelenkarthrose)
Eine krankhafte Veränderung des Kniegelenkknorpels.
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Morbus Scheuermann
Hierbei handelt es sich um
eine Verknöcherungsstörung des Wirbelkörpers.
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Morbus Bechterew
Eine zur Versteifung
führende, chronische entzündliche Erkrankung der Wirbelsäule
auf rheumatischer Grundlage.
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Chronisch unspezifische Spondylitis
Eine Entzündung der Wirbelsäule, die nach allen Infektionskrankheiten
auftreten kann.
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Lumbales Bandscheiben-Syndrom
Dabei handelt es sich um eine Reizung des Nervus Ischiadicus
(Ischiasnerv) durch einen Bandscheibenvorfall.
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Muskelrheuma (Myalgien)
Darunter werden verschiedene schmerzhafte Zustände an den Muskeln
zusammengefasst. Es handelt sich hierbei um reflektorisch ausgelöste
Zustandsänderungen einzelner Muskeln oder Muskelgruppen.
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Cervical Syndrom
(Kopf-, Nacken-, Schulter-, Arm-Syndrom)
Hierbei handelt es sich um eine Zusammenlegung von Beschwerden im
Kopf-, Nacken- Schulterund
Armbereich.
Die Behandlung von
Gelenkleiden am Toten Meer
Die Patienten werden am
ersten Tag internistisch und rheumatologisch untersucht. Danach wird eine
individuelle Therapie erstellt und mit dem Patienten besprochen. Die
Behandlung besteht aus Sonne, Wasser, Luft und Ruhe.
Eine erfolgreiche Behandlung am Toten Meer setzt ein nicht akut
entzündliches Stadium voraus. Wenn das Gelenk akut entzündet ist, benötigt
der Patient eine Kältebehandlung. Anfänglich baden die Patienten dreimal am
Tag jeweils 15 Minuten im Toten Meer.
Langsam werden die Badezeiten ausgedehnt. Ab der zweiten Woche werden in der
Regel Schlammpackungen verordnet. Den Betroffenen werden Spaziergänge
empfohlen. Ferner werden nach Bedarf zusätzlich Schwefelbäder, Massagen,
Ultraschall und physiotherapeutische Übungen verordnet.
Nach Beendigung der Therapie wird eine ausführliche Abschlussuntersuchung
durchgeführt und ein ärztlicher Bericht erstellt.
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empfohlener
Therapiezeitraum: |
empfohlene Dauer |
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April - November |
4 - 6 Wochen |